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Warum wir sind, wie wir sind.

Genau zum Weltfriedenstag am 21. September fand auf dem sowjetischen Ehrenfriedhof in Elsterwerda eine deutsch-russische Gedenkveranstaltung statt.

Es wurden Namenstafeln gefallener Soldaten des 2. Weltkrieges und bisher unbekannter Toten eingeweiht. Dazu reiste der Botschafter der Russischen Förderation, Wladimir Michailowitsch Grinin in die Stadt an der Schwarzen Elster. Zahlreiche Vertreter aus Politk, der evangelischen und russisch-orthodoxen Kirchen sowie Schüler des Elsterschloss Gymnasiums und weiteren Gästen folgten der Einladung.

Für mich war die Veranstaltung die Gelegenheit um in Sachen Reportagefotografie zu üben. Ausgerüstet mit der EOS 1V und zahlreichen TRI-X Filmen suchte ich meine Motive. Es entstanden ausdrucksstarke Motive in schwarz/weiß.

Wer mehr über die Veranstaltung wissen möchte, findet unter folgenden Links weitere Informationen:
Rede des Botschafters: hier klicken
Presseartikel: hier klicken

Meine Gedanken: Die Art des Gedenkens und einer ständig auferlegten Pflichtschuld für nachfolgenden Generationen stehe ich skeptisch gegenüber. Einfach weil sich die (jungen) Menschen in Ihrer Entwicklung unfrei fühlen und keinen … ob Täter, deren Kinder oder Kindeskinder und die Opferseite(n) näher zusammen bringen und das Thema aufarbeiten können. Richtig ist, dass wir nie vergessen dürfen was das deutsche Volk im Namen des Faschismus der Welt und den Menschen angetan hat.

Wie sollen wir damit in Zukunft umgehen? Auf einer Ebene wo dies hingehört. Auf der Gefühlsebene. Zur Zeit läuft im Kino ein Film darüber: Leanders letzte Reise. Ein ehemaliger Wehrmachtsoffizier, welcher als Kosakenführer in der Osturkaine kämpfte, suchte nach dem Tod seiner Frau den Ort noch einmal auf. Eine Reise in seine Vergangenheit.

Wo kommen wir her?
Was ist mit unseren Eltern und Großeltern?
Inwiefern sind wir wie sie?

… diese Fragen stellte sich der Regisseur Nick Baker-Monteys und setzt dies gekonnt in einem Roadmovie um. Eine tiefenpsychologische Reise zu biografischen Verwerfungen und ihren historischen Entsprechungen. Und dabei gelingt es ihm einen Bogen bis in die heutige Zeit zu spannen. In die Ukraine 2014. Es wird wieder um Freiheit gekämpft. 2 große Themen in 90 Minuten unterzubringen ist eine große Leistung.

Ebenso wie die des Schauspielers Jürgen Prochnow, welcher den 92jährigen Edward Leander spielt. Die Grantigkeit und die Verschlossenheit des Alten nimmt man ihm in jeder Filmsekunde ab. Seine Reise ist die auch die Suche nach seiner Liebe. Er rettete ihr damals das Leben und musste dafür in den Gulag (Arbeitslager). Held und Täter zugleich.

Der Film spricht unsere Gefühle an und man versteht was Krieg anrichten kann. Nach meiner Ansicht eine längst überfällige (und die Bessere) Art der Aufbereitung mit dem Thema 2. Weltkrieg.