Bilder die bewegen

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„Oh Augenblick verweile …“

67-002„… du bist so wunderschön.“

Dieses abgewandelte Zitat (aus Goethes Faust) finde ich sehr passend zur Fotografie. In einer Zeit in der alles digital sein soll und sofort verfügbar sein muss, stehe ich da – mit einem Kasten aus dem letzten Jahrtausend. Eine analoge Mittelformatkamera mit 6x7cm Aufnahmeformt … die Mamiya RZ 67.

Und diese macht jetzt tolle Fotos? Mit Sicherheit nicht.

Sie hilft aber ungemein die Zeit zu entschleunigen, sich auf dem Moment einzulassen. 10 Bilder habe ich pro Film zur Verfügung. Da „knipst“ man nicht einfach los um zu sagen, da wird schon das passende dabei sein. Hier kommt es auf das Zusammenspiel zwischen Fotograf und Protagonist an. Das Vertrauen was zwischen beiden entsteht um meinem „Hauptdarsteller“ emotional ganz nah zu sein. So entstehen Bilder im Augenblick, die bewegen und eine Geschichte erzählen.

In einer Zeit wo Fotos entstehen um Sie exzessiv im Photoshop zu bearbeiten, verlieren die Bilder an Realität. Wozu dann noch fotografieren, wenn ich am Rechner eine neue Welt entstehen lassen kann?

Die Stärke der Fotografie ist das einfangen bzw. festhalten des Augenblicks. Und dieser muss nicht geschönt oder verändert werden.