Bilder die bewegen

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Gordon Parks

Heute war ich auf einem „Wandertag“ in der Hauptstadt unterwegs. Mein Ziel war das America Haus am Bahnhof Zoo. Dieses zeigt ständig wechselnde Fotoausstellungen von bekannten Künstlern aus aller Welt. Eine Ausstellung von Gordon Parks, einem afroamerikanischem Fotografen aus den USA ist diese zur Zeit gewidmet. Dieser errang zu Zeiten der Apartheid als erster Fotograf landesweite Beachtung!

Er benutzte seine Kamera nicht einfach nur für Bilder. Sie war sein starkes Instrument gegen Unterdrückung, Gewalt und Rassismus. Gordon Parks hatte die Kamera als seine Wahl der Waffe bezeichnet. Diese nutzte er intelligent und aufklärerisch, um die Schattenseiten des American Way of Life zu zeigen. Dies gelang ihm mit dem Medium der Fotografie.

Er behandelte die Themen wie Armut, Ausgrenzung und Unrecht seiner Landsleute. Das Thema hat bis heute nichts an Brisanz verloren, denkt man nur an Lousiana oder Houtston.

Seine schwarz-weiß Bilder beeindruckten mich durch seine schonungslose Nähe der Portraitierten. Welch unglaubliches Vertrauen müssen seine Mitmenschen in ihm gehabt haben, dass er solche Momente festhalten konnte?

Ein weiteres Genre von Grodon Parks war die Modefotografie. Er fotografierte als erster Schwarzer (und das fast 20 Jahre als einzigster) für die „Vogue“ & „Life“. Hier fand er (s)einen Stil mit klarer Deutlichkeit auf das Model und durch eine unglaubliche Kombination der Farben. Für mich sehr beeindruckend, wie ein ungelernter Fotograf eine solche Farbkreation und Formgestaltung finden konnte. Und das zu einer Zeit, in der man auf Ergebnisse wenigstens ein paar Tage(!) warten musste, um eventuelle „Fehler“ zu korrigieren.

Fazit meinerseits: ein Besuch ist für Liebhaber der Street- & Modefotografie empfehlenswert. Und wer die Liebe zur analogen Fotografie bewahrt hat, dem wird hier das Herz aufgehen. Meine Vermutung: die Farbfotos entstanden auf Kodachrome Film, welcher schon damals bekannt war: besser als die Wirklichkeit zu sein.