Bilder die bewegen

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Berlin … Du bist so wunderbar!

… keine Schleichwerbung, sondern mein Eindruck nach 2 Tagen Inspiration in der Hauptstadt.

Um ein wenig mehr in der Welt der Fotografie zu erleben, entschloss ich mich 2 kreative Tage in Berlin zu verbringen. Als erstes stand der Besuch im „Willy Brandt Haus“ an. Dort gab es eine Ausstellung von Vivian Maier zu sehen.

Ihre Bilder sind erst vor ein paar Jahren aus einem ersteigerten Erbnachlass erschienen. Über 100.000 Mittelformat Negative umfasste ihre Arbeiten. Das erstaunliche: sie war Kindermädchen, nie in ihrem Leben verheiratet und hatte keine Kinder. In Ihrer Freizeit zog es Sie auf die Straßen von Chicago und hielt alles mit Ihrer doppeläugigen Rolleiflex fest. Als ungelernte Fotografin hielt Sie alles fest, was ihr vor die Kamera kam. Sie hatte sich der „Straßenfotografie“ gewidmet. Mich beeindruckte, dass Sie es schaffte, genaue Ausschnitte der Bilder darzustellen und die Person entsprechend in den Fokus rückte ohne das diese „gestellt“ sind. Ein weiterer Teil Ihrer Arbeiten sind Selbstportraits. Sie liebte es, sich vor Spiegel und Schaufenster zu stellen und sich zu fotografieren.

Die hochwertigen Rahmen, welche für diese Ausstellung genutzt werden, verwende ich im übrigen als „Studioleiste“. Wie schön, dass so viele Ausstellungen Wert auf eine schlichte und einfache Leiste setzen. 🙂

Anschließend ging es zu White Wall in die Oranienburger Straße. Das Unternehmen hat sich auf die Fertigung von hochwertigen Drucksachen spezialisiert. Höchste Qualität und zahlreiche Garantien auf die gefertigten Werke sprechen für sich. Ich hatte die Gelegenheit Bilder auf verschiedenen Materialien zu sehen und zu vergleichen. Fotos auf „gebürstetem Aluminium“ entwickeln einen besonderen Blickfang. Alle weißen Farbtöne behalten die charakteristische Oberfläche des Aluminiums. Besonders interessant für Architektur oder Technikmotive.

Mein Interesse gilt der Portraitfotografie und so suchte ich die LUMAS Galerie in den Hackesche Höfen auf. Hier präsentieren bekannte und junge Künstler ihre Werke. Die Bilder beeindrucken durch ihre schwarz-weiß und bunten, durch ihre überraschend und verzaubernden, lebendigen und inspirierend Motive. Die Bildgröße und die entsprechenden Materialen lassen die Fotos besonders zur Geltung kommen.
Am späten Nachmittag traf ich mich mit Sören von „shuttle-one“ . Wir besprachen noch die weitere Umsetzung für meine neue Webseite. Viele kleine Details müssen wir noch anpassen, bevor die Seite online geht. Ich freue mich schon darauf, Euch mein neues “Portfolio” zeigen zu dürfen!

Als Abschluss meiner Reise war ich im Amerika Haus zu Besuch. Hier gab es gleich 2 große Ausstellungen. In der unteren Etage gab es ein „making of“ zum Film „Blow up“. Dieser britische Film galt als einer der wichtigsten Filme der 60er Jahre. Protagonist ist ein Fotograf welcher einen Mord fotografiert hat? Der Umgang und die Darstellung der Bilder zum Thema Fotografie sei jedem ambitionierten Fotografen ans Herz gelegt! Hier der Trailer zum Film: hier klicken!

In der obersten Etage erwartete mich „Ein Koffer voller Bilder“ … eine Sammlung von Lore Krüger.
Die Beschreibung der c/o Berlin Foundation trifft es am Besten: „Magdeburg, London, Mallorca, Barcelona, Paris, Marseille, Trinidad, New York, Wisconsin, Berlin – Stationen einer abenteuerlichen Flucht. Eine bewegende, existenzielle Odyssee Mitte des 20. Jahrhunderts. Die deutsch-jüdische Fotografin Lore Krüger erlebt und überlebt Emigration, Widerstand, Verhaftung, Internierungslager, Verfolgung und Exil nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten und während des Zweiten Weltkrieges. Ihre Kamera hat sie immer dabei. So erschafft sie einzigartige, historische Dokumente zwischen intimen Privatfotografien, Auftragsarbeiten, Sozialstudien und abstrakten, fotografischen Experimenten. Ihre beeindruckenden Bilder geben nicht nur einen tiefen Einblick in das Leben europäischer Intellektueller im Exil, sondern auch einen seltenen, persönlichen Blick auf die politischen Ereignisse jener Zeit – jenseits schon bekannter fotojournalistischer Reportagen oder Propagandabilder der jeweiligen Kriegsparteien. Die Entdeckung des fotografischen Nachlasses Lore Krügers ist ein Glücksfall, der anhand ihres Schicksals einen neuen und unmittelbaren Zugang zur Zeitgeschichte ermöglicht.“

Nach so vielen wunderbaren Eindrücken, freue ich mich die ein oder andre Idee auszuprobieren und umzusetzen. Diese Ausstellungen kann ich Euch bei jedem Berlinbesuch empfehlen!